GAEI -- Metamorphose (1999)

Grunddaten
Japanisch 雅影ーメタモルフォーゼ
Englisch GAEI -- Metamorphose
Opus 116
Jahr 1999
Kategorie Kammer
Spieldauer 20 Min.
Instrumente koto, koto-ens
Noten

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Werkbeschreibung

Das Thema dieses Stückes ist der Anfagsteil von "Midare Rinzetsu", eines typischen Koto-Stücks der traditionellen japanischen Musik. Dieses Thema wird in freien Variationen kontinuierlich abgewandelt. Das Stück beschreibt sozusagen eine Parabel: ausgehend von der streng festgelegten Form und Stimmung (hira-jōshi) des traditionellen Stücks bewegt es sich durch Umstimmen der Saiten des Koto auf eine immer freiere und offenere Form zu, deren Höhepunkt die Tetratone-Form (s. Notenbeispiel) bildet, um dann wieder zur ursprünglichen traditionellen Stimmung (hira-jōshi) zurückzukehren.

Das Koto, eine Wölbbrettzither mit 13 Saiten, ermöglicht durch die frei beweglichen Stege, die die Tonhöhe der Saiten bestimmen, eine Veränderung der Stimmung während des Spiels.

Der Titel besteht aus zwei Teilen: "GA" mit der Bedeutung "elegant, verfeinert" im japanischen traditionellen Sinn (auch Wortbestandteil von "Gagaku" = "elegante, verfeinerte Musik", die traditionelle japanische Hofmusik) und "EI" mit der Bedeutung "Schatten, Spiegelbild" (Wortbestandteil von "Eikyō" = Einfluß). Hiermit wird der Hauptcharakter dieses Stücks gekennzeichnet: Aus der inhaltlichen Begegnung des traditionellen Stücks "Midare Rinzetsu" mit dem Orchesterpart nach westlichem Denkmuster, d.h. aus der Begegnung dieser unterschiedlichen Musiktraditionen soll eine neue Musikwelt erschlossen werden.

Notenskalen in Gaei

Uraufführung: 22. Oktober 1980 in Tokyo/Japan
Dir.: Maki Ishii
Koto: Tadao Sawai
Orch. : New Japan Philharmonie Orchestra

Maki Ishii